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„Ich verſtehe Dich nicht, mein Sohn.“
„Sie werden mich bald verſtehen. Mein Camerad kaufte einen praͤchtigen Truthahn und uͤberbrachte ihn der Frau des Herrn Sayoſa mit den Worten, ihr Mann habe ihm aufgetragen, ihr den ſchoͤnen Braten zu uͤberbringen; auch laſſe er ſie zu gleicher Zeit erſuchen, dem Ueberbringer die goldene Uhr mit der Kette zu uͤbergeben, die er vergeſ— ſen haͤtte. So geſchah es, daß die Uhr..“
„Das iſt ein ſchwerer Fall, mein Sohn.“
„Ach, ich habe noch mehr gethan; am Tage darauf ſtahl ich der Frau des Richters, waͤhrend ihr Mann im Amte war..
„Was, mein Sohn?“
„Den Truthahn, Herr Pater.. Sie koͤnnen ſich den⸗ ken, daß man eine Auslage nicht gern einbuͤßt,“ ſagte Pe⸗ rico mit klaͤglicher Stimme. Der Moͤnch konnte kaum das Lachen verbeißen.
„Und was, mein Sohn,“ fuhr er mit nicht ganz feſter Stimme fort,„hatte Dich vor den Herrn Criminalrichter Sayoſa gebracht?“
„Eine Kleinigkeit.. Ich hatte mich verbindlich gemacht, fuͤr einige Thaler der Rache eines Bewohners dieſer Stadt zu dienen(der Name thut nichts zur Sache). Man zeigte mir den Mann, den ich erſtechen ſollte. Es war ein jun⸗ ger ſchoͤner Herr, der ſich beſonders durch eine lange duͤnne Narbe uͤber dem rechten Auge auszeichnete. Ich verſteckte
mich an der Thur eines gewiſſen Hauſes, in welchem der junge Herr jeden Abend nach dem Gebete zu erſcheinen
pflegte. Auch ſah ich ihn in das mir bezeichnete Haus


