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Amerikanische Reisenovellen / von Gabriel Ferry. Nach dem Französischen von A. Diezmann
Entstehung
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Das werden Sie ſehr bald erfahren. Kommen Sie; es wird elf Uhr ſchlagen und wir werden kaum noch einen guten Platz finden.

Einem Stiergefechte wurde ich nie haben widerſtehen foͤnnen und in der Geſellſchaft des Bruders Serapio fand ich uͤberdies den Vortheil, ſicher durch die Vorſtadte gehen zu konnen, die einen furchtbaren Guͤrtel um Merico bilden, beſonders da es auf dem Necatitlanplatze faſt immer ge⸗ faͤhrlich iſt in europaͤiſchem Anzuge zu erſcheinen und ich immer mit einem gewiſſen Unbehagen allein hindurch ging. Die Moͤnchskapuze ſollte jetzt den Pariſer Frack ſchutzen. Ich nahm alſo das Anerbieten Serapios ſofort an und wir machten uns auf den Weg. Zum erſten Male betrachtete ich mit ruhigem Blicke die ſchmuzigen Straßen ohne Trot⸗ toirs und Pflaſter, die zerſprungenen ſchwarzen Haͤuſer, die Wiege und das Verſteck der Raͤuber, welche die Wege un⸗ ſicher machen und oft ſelbſt die Hauſer in der Stadt pluͤn⸗ dern. Eine Menge einaugiger und von Meſſerſtichen zer⸗ fetzter Leperos tranken, pfiffen und ſchrieen in den Wirths⸗ hauſern und huͤllten ſich dabei in ihre ſchmuzigen Baumwol⸗ lentͤcher. Kaum mit häßlichen Lumpen bedeckte Frauen ſtanden auf der Schwelle der Häuſer unter nackten Kindern, die ſich ſchreiend im Schmuze wälzten. Der Criminalrich⸗ ter murmelt ein Gebet, der Aleade bekreuziget ſich, der Gerichtsdiener druͤckt ſich an den Mauern hin und der ehr⸗ liche Menſch ſchaudert, wenn er durch dieſe ſchrecklichen Gaſſen geht; der Moͤnch aber ſchreitet mit ungebeugter Stirn und lächelnd hindurch und das Rauſchen ſeiner Kutte iſt geachteter als das Klappern des Saͤbels; ja die Bandi⸗