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gern die vornehmen Spaziergaͤnger, um ſich den zerlump⸗ ten Gruppen zuzuwenden, welche mir einen zwar traurigen, aber auch wahren Ausdruck der mericaniſchen Geſellſchaft gewährten. Ich hatte z. B. nie einen lepero in der male⸗ riſchen Zerriſſenheit ſeines Anzugs geſehen, ohne den Wunſch zu fuͤhlen, dieſe Menſchenelaſſe näher kennen zu lernen, die mich an die ſeltſamſten Helden der Raͤuberro⸗ mane erinnerte. Es reizte mich dieſe unreinen Soͤhne der großen Städte mit den rohen Abenteurern zu vergleichen, die ich in den Waͤldern und Savannen gefunden hatte. Gleich in der erſten Zeit meines Aufenthaltes in Merico gelang es mir auch, durch die Vermittelung eines mir be⸗ freundeten Franziskanermoͤnchs einen ächten Lepero naͤher kennen zu lernen, der Perico el Zaragate*) hieß. Leider war unſere Bekanntſchaft kaum angeknuͤpft als ich aus ſehr triftigen Gruͤnden ſie bereits wieder abzubrechen wuͤnſchte; ich hatte nämlich erſt ſehr unbedeutende Mittheilungen uͤber das Leben des Leperos erlangt und ſchon belief ſich die Zahl der Piaſter, die mir Perico abgelockt, auf eine an⸗ ſehnliche Summe. Ich war feſt entſchloſſen, dieſe ſo koſt⸗ ſpieligen Lectionen einzuſtellen, als ich eines Morgens den wuͤrdigen Moͤnch Serapio, durch den ich Perico hatte kennen lernen, in meiner Wohnung erſcheinen ſah.
„Ich komme, um Sie zu den Stieren auf dem Necatit⸗ lanplatze abzuholen; eine jamaica und ein monte Par- nasso werden den Kampf noch intereſſanter machen.“
„Was iſt eine jamaica und ein monte Parnasso?“
*) Zaragate, ein Taugenichts der ſchlimmſten Art.


