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Wir horchten, aber nur die Brandung an den Felſen und der Fluͤgelſchlag eines Vogels, der von dem Gipfel eines Felſens in der Naͤhe der Huͤtte aufflog, ſtoͤrte allein die tiefe Stille der Nacht.
„Ich glaubte einen Seufzer in der Huͤtte zu hoͤren,“ ſagte der Taucher.„Ach, Herr, Sie haben die Blicke Je⸗ ſuſita's geſehen(denn Sie errathen, daß von ihr die Rede iſt), als Sie auf die Geſchichte deuteten, welche ich Ihnen erzähle. Trotz allen ihren Betheuerungen zerreißt fortwaͤh⸗ rend ein ſchmerzlicher Argwohn mein Herz ſeit ich erfahren, daß ſie Rafael gekannt hat.“
Joſe Juan ſeufzete ſelbſt tief und fuhr dann fort:
„Wenn man auch einem Feinde den Tod geſchworen, wenn man auch gerechte Urſache zum toͤdtlichen Haſſe gegen ihn hat, und es dringt in einer finſtern Nacht wie jene ſeine Stimme aus der Tiefe eines Meeres voll blutduͤrſtiger Ungeheuer, dieſe Stimme iſt uͤberdies die eines muthigen Mannes, der nur in der hoͤchſten Angſt zittern kann, ſo liegt in dieſer entſetzlichen Todesangſt eine geheimnißvolle Macht, welche das Herz ergreift. Ich ſchauderte unwillkuͤhrlich.“
Der Taucher ſchlug bei dieſen Worten die Augen nie⸗ der wie ein Reuiger, welcher ein Vergehen beichtet, deſſen er ſich ſchämt; aber bald erhielt ſein Geſicht wieder einen Ausdruck ſpottiſcher Rohheit, der auch bis zum Ende der Erzahlung nicht ſchwand, und er ſetzte raſch hinzu:
„Dieſe Ruͤhrung dauerte freilich nicht lange. Bald hoͤrte ich das Waſſer mit Gewalt ſchlagen und ich ruderte ach dieſer Stelle hin; bald erkannte ich den weißen Schaum
der emporſpritzte und Rafael inmitten des Funkenregens,


