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der um ihn niederfiel. Merkwuͤrdig war mir dabei, daß er ſeine Schwimmerkraft nicht aufbot, um zu meinem Fahr⸗ zeuge zu gelangen, ſondern auf einer Stelle blieb. Bald errieth ich jedoch die Urſache ſeiner Unbeweglichkeit. In einiger Entfernung von ihm, etwa eine Klafter unter dem Waſſer glaͤnzte ein phosphoriſcher Schein. Dieſer Schein kam langſam auf Rafael zu. Errathen Sie was es war?“
„Nein.“
„Eine tintorera war es von der ſchoͤnſten Art,“ ſagte Joſe Juan.
„Und da ſprangen Sie in das Waſſer, um Ihrem Ne⸗ benbuhler beizuſtehen?“
„Ach nein, noch nicht,“ antwortete der Taucher mit einem Lächeln,„das waͤre zu zeitig geweſen. Ein Ruder— ſchlag brachte mich ganz nahe an Rafael, er ſtieß einen Schrei aus als er mich erblickte, hatte aber nicht die Kraft zu ſprechen; die Angſt und die Ermattung erſtickten ſeine Stimme. Mit einer verzweifelten Anſtrengung ergriff er mit beiden Haͤnden den Rand des Bootes, aber ſeine er⸗ ſchoͤpften Arme konnten die Laſt ſeines Koͤrpers nicht heben. Seine Angen blickten mich in ſeiner Seelenangſt ſo aus⸗ drucksvoll an, daß ich ſeine beiden Hände erfaßte und ſie mit Gewalt auf den Rand des Fahrzeugs druͤckte. Die tintorera kam immer naͤher. Einen Augenblick, einen ein⸗ zigen Augenblick blieben die Beine Rafael's unbeweglich; da ſtieß er einen entſetzlichen Schrei aus, ſeine Augen ſchloſ⸗ ſen ſich, ſeine Haͤnde ließen los und die obere Hälfte ſeines Koͤrpers ſank wieder in das Waſſer; der Hai hatte ihn in der Mitte durchgebiſſen.“


