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Amerikanische Reisenovellen / von Gabriel Ferry. Nach dem Französischen von A. Diezmann
Entstehung
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die um meinen Schutz, um den Schutz, den Du verlachteſt, fur den Mann gebeten hat, welchen ſie leidenſchaftlich liebt.“

„Sein Name?“ fragte ich faſt athemlos.

„Was liegt Dir daran,“ entgegnete die Alte mit ſpoͤt⸗ tiſchem Lachen,„da es nicht Dein Name iſt?“

„Ich weiß nicht was mich abhielt, die alte Here aufder Stelle zu erſchlagen; nach einer Secunde aber wendete ich ihr den Ruͤcken zu, damit ſie die Freude nicht habe, die

Angſt meines Herzens in meinen Mienen zu leſen und ſagte kalt zu ihr:„geh', Mutter, Du biſt nicht geſund im Kopfe oder lugſt.“ Dann ging ich ſchnell an meine Arbeit.

„Abends— der Tag war mirunbeſchreiblich lang ge⸗ worden— begab ich mich wie gewoͤhnlich zu Jeſuſita und bei ihrem Anblicke und der Art, wie ſie mich empfing, ver⸗ 4 gaß ich meinen Argwohn. Ich zweifelte nicht mehr, daß die Alte, um ſich an meinem Unglauben zu raͤchen, abſicht⸗ lich mich uͤber den Namen deſſen habe irre fuͤhren wollen, fur welchen Jeſuſita den Schutz erkauft hatte, den ich ver⸗ ſchmaͤhete.

„Ich hatte alſo die hinterliſtigen Einfluͤſterungen der Here ganz vergeſſen, als ich in einer Nacht wie gewoͤhnlich von Espiritu Santo heruͤber ſchwamm, um nach Hauſe zu

ſ. gehen. Der Himmel war von dunkeln Wolken bedeckt, das 3 Meer aber nicht ſo dunkel, daß mir in den Wellen ein ſchwarzer Koͤrper haͤtte entgehen können, der nach der Art wie er ſich bewegte, nur ein Menſch ſein konnte. Er kam auf mich zu. Mir fielen mit einem Male die Worte der Alten wieder ein und es überkam mich eine entſetzliche Angſt. Vor einem Feinde fürchtete ich mich nicht, aber der

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