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Amerikanische Reisenovellen / von Gabriel Ferry. Nach dem Französischen von A. Diezmann
Entstehung
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nen, daß Dein Herz auf der Inſel Espiritu Santo iſt? Oder leugneſt Du, daß Du in jeder Nacht hinuͤberſchwimmſt, um die zu ſehen, welche Du liebſt?“

„Wer hat das geſagt?“

„Ich weiß es. Joſe, dieſe Schwimmfahrt iſt fuͤr Dich doppelt gefaͤhrlich, Feinde, die unſer Zauber nur am Tage einſchlaͤfert, lauern im Meere in der Nacht auf Dich; an der Kuͤſte ſpaͤhen auf Dich Feinde, welche vielleicht noch ge⸗ fahrlicher ſind und gegen die unſere Worte nichts vermoͤgen. Ich wollte Dir meine Huͤlfe in dieſen Gefahren anbieten.“

„Ein lautes veraͤchtliches Lachen war meine alleinige Antwort. Da blitzte aber der Zorn in den Augen deralten Indianerin und ſie ſprach:

„Du wähnſt, ich ſei machtlos, weil Du ungläubig biſt. Andere glauben an die Macht, uͤber welche Du ſpotteſt.“

„Bei dieſen Worten nahm ſie aus ihrer Taſche ein Saͤck⸗ chen von gedruckter Leinwand, zeigte mir unter kleinen Per⸗ len eine von einer gewiſſen Groͤße und praͤchtigem Glanz und fragte mich:

„Kennſt Du dies?“

„Es war eine Perle, die ich der Jeſuſita geſchenkt hatte. So hieß das Mädchen.

„Wer hat ſie Dir gegeben?“ fragte ich, denn ich er⸗ kannte ſie ſogleich.

„Die Zauberinn warf mir einen Blick voll Haß zu.

„Wer ſie mir gegeben hat, fragſt Du? Ein Maͤdchen, die ſchoͤnſte, welche jemals an dieſer Kuͤſte erſchienen iſt, die der Ruhm und das Gluͤck eines Mannes ſein wuͤrde und

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