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Amerikanische Reisenovellen / von Gabriel Ferry. Nach dem Französischen von A. Diezmann
Entstehung
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2.

Spinnwebefaden zerbiſſen; eine Secunde Zoͤgerung haͤtte dem Manne ein gleiches Schickſal gebracht. Jubelgeſchrei, Vivas und Beifallsklatſchen erhoben ſich bei dem Erſchei⸗ nen des Tauchers von allen Seiten. Dieſer nahm ſie wie eine verdiente, aber doch ſchmeichelhafte Huldigung hin, wenigſtens ſah er dem Ruͤckzuge ſeines Gegners mit ſtolz⸗ verächtlichem Blicke nach.

Nicht die Furcht hatte Joſe zur Flucht bewogen. Am ufer ſtand unbeweglich, einer Ohnmacht nahe eine junge ſchoͤne Frau und ein liebewarmer Blick, den ihr Joſe Juan zuwarf, erklärte mir deutlich, daß er ihr das Opfer gebracht habe. Der Merikaner ſeufzte und ſagte bedauernd zu mir:

Vor einem Jahre wuͤrden wir einen ſchoͤnen Kampf zwiſchen ihm und dem Hai geſehen haben. Um dieſelbe Zeit hat er eine tintorera getoͤdtet, um einen Freund zu retten; freilich war er damals noch nicht verheirathet. Seit er Ehemann, iſt er verweichlicht. Soll ich Ihnen dieſe Geſchichte erzahlen? Sie iſt ſehr merkwuͤrdig.

Nein, ich danke Ihnen; lieber hoͤre ich ſie von ihm ſelbſt, denn ich denke ihn dieſe Nacht um gaſtliche Aufnah⸗ me zu bitten.

Meine Unentſchloſſenheit war voruͤber, die Huͤtte, wel⸗ che einen ſolchen Mann barg, mußte in meinen Augen die ſchoͤnſte von allen ſein. Ich fragte alſo Joſe Juan, ob er mich fur dieſe Nacht unter ſeinem Dache aufnehmen wolle. Die Huͤtte des kuͤhnen Tauchers ſtand in ziemlich großer Entfernung von den andern und faſt am Ende der Inſel Cerralbo. Sie lehnte ſich an einen Felſen, in deſſen Spal⸗ ten Cactus und Aloen wuchſen und deſſen Gipfel in den

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