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Amerikanische Reisenovellen / von Gabriel Ferry. Nach dem Französischen von A. Diezmann
Entstehung
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begeben ſich ebenfalls zu dem buceo(Fiſchplatze), um den Tauchern ihren Antheil am Ertrage, der ihnen in Perlen bezahlt wird, abzukaufen. An Sperulanten niedern Ran⸗ ges fehlt es auch nicht und ſie eroͤffnen tendajos(Wirths⸗ hauſer) oder casas de partida(Spielhaͤuſer). Da die Zeit der Perlenfiſcherei auch die des Schildkroͤtenfanges iſt, welcher zahlreiche Flotillen nach Cerralbo und Espiritu Santo zieht, ſo ſammelt ſich plotzlich auf dieſen zehn Monate des Jahres oͤden Inſeln eine nomadiſche Bevoͤlkerung von zwei bis dreihundert Perſonen. Kaum ſind die Fiſcher an⸗ gekommen, ſo beſſern ſie die Hutten aus, die vom vorigen Jahre ſtehen geblieben ſind und bauen ſich im Nothfalle neue.

Die Boͤte, welche fur die Fiſcherei eingerichtet ſind, enthalten die Ruderer und die Taucher. Die letzteren ſtuͤrzen ſich abwechſelnd in das Waſſer, d. h. der eine ruht aus waͤhrend der andere taucht. Ein Strick, an deſſen Ende ſich ein ziemlich großer Stein befindet und den ſie zwiſchen der großen und der zweiten Zehe halten, erleichtert ihnen das Tauchen. Das andere Ende, das im Bote befeſtigt iſt, unterſtuͤtzt ihr Heraufſteigen, wenn ihre Schwere durch die Laſt der Muſcheln vermehrt iſt, die ſie in einer Tiefe von zehn bis zwoͤlf Klaftern von den Felſen losgebrochen haben. Dieſe Muſcheln fullen ein Netz, das die Taucher wie eine Schuͤrze vor ſich tragen. Man ſieht dieſe Maͤnner nicht ſelten drei bis vier Minuten unter dem Waſſer bleiben, worauf ſie erſchoͤpft emporkommen, was ſie indeß nicht hin⸗ dert, an einem Morgen vierzig bis funfzig Mal zu tauchen. Die beſten Taucher ſind im Allgemeinen die Hiaquis, In⸗ dianer, welche an den Ufern des gleichnamigen Fluſſes bei