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Amerikanische Reisenovellen / von Gabriel Ferry. Nach dem Französischen von A. Diezmann
Entstehung
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ein Gold⸗ oder Silberlager findet, zeigt man die Eriſtenz deſſelben dem Gouverneur des Staates an, welcher die Er⸗ laubniß zur Ausbeutung giebt, wenn der Verraͤther(ſo nennt man ihn) weder ein Fremder, noch ein Soldat, noch ein Geiſtlicher iſt, unter der Bedingung, daß die Abbau⸗ ung binnen einem Jahre und einem Tage beginne, weil im Gegenfalle die Benutzung dem Staate zufaͤllt. Faſt eben ſolche Foͤrmlichkeiten beſtehen bei dem Auffinden von Perlenmuſchelbaͤnken.

Die Eigenthuͤmer derBank, welche ausgebeutet wer⸗ den ſoll, verlocken von den Indianerſtaͤmmen an der Kuͤſte Californiens und Sonoras ſo viele buzos(Taucher) als ſie brauchen. Dieſe Taucher erhalten wie die Grubenarbeiter weiter nichts als einen gewiſſen Antheil von dem Ertrage. Sobald die Taucharbeiten begonnen haben, werden ſie un⸗ ablaͤſſig beaufſichtigt, da es natuͤrlich ſehr leicht iſt, eine Perle von großem Werthe zu unterſchlagen. Dieſe Sorge liegt dem capataz oder Vorſteher einer Abtheilung ob. Ge⸗ woͤhnlich vertraut man dieſe faſt immer despotiſche Autori⸗ tät einem Manne an, deſſen geiſtige oder koͤrperliche Kraft ſeine Kameraden zur Achtung oder Furcht zwingt.

Die Taucher ſind von ihren Familien begleitet und in ihrem Gefolge erſcheinen die Zauberinnen der verſchiedenen Stämme, aus denen die buzos gewählt ſind. Dieſe Wei⸗ ber, welche den Aberglauben der Indianer ausbeuten, ha⸗ ben die Haifiſche zu beheren und deren Blutgier oder Wach⸗ ſamkeit einzuſchlaͤfern. Es iſt das von allen Gewerben, welche bei dieſer Fiſcherei betrieben werden, vielleicht das bequemſte und eintraͤglichſte. Die rescatadores(Kaͤufer) Amerik. Reiſenovellen. 2