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Amerikanische Reisenovellen / von Gabriel Ferry. Nach dem Französischen von A. Diezmann
Entstehung
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Wirbel erfaßt, unterſankund verſchwand. Ein leichter weißer Schaum und kleine Wellen, die ſich uͤber der Stelle wie ko⸗ chend bewegten, wo man ihn aus dem Geſichte verloren hatte, verriethen einen Kampf unter dem Waſſer. Fand er zwiſchen Joſe Juan und dem Gegner ſtatt oder wehrte ſich der Ungluͤckliche gegen eines der gierigen Ungethuͤme, bei deren bloßem Anblicke der Menſch ſchauert, der ſie in Si⸗ cherheit von dem Verdecke eines Schiffes aus betrachtet? Der Schaum wurde noch immer ſtärker und färbte ſich mit Blut. Dieſer Anblick beunruhigte die Zuſchauer. Endlich theilte ſich das Waſſer von neuem und es erſchien ein Kopf, dann ein zweiter; der erſtere war der Joſe Juans, der zweite der des Fluͤchtigen. Auch bemerkte man balddaß der letztere ſich nur durch die Bewegung der Beine an der Oberflaͤche erhielt, denn der Strick Joſe Juans hatte ihm die Arme dreifach feſt an den Leib geſchnürt. Dieſe be⸗ wunderswuͤrdige That, welche unter dem Waſſer ausgefuͤhrt worden war, erregte ſowohl am ufer als auf dem Schiffe einen Beifallsdonner, in welchen ſich der Rufmiſchte: viva Jose Juan! que viva! während der Capitain ſich zu mir wendete und ſagte:

Ich hatte es Ihnen wohl geſagt, daß der verloren ſei, den Joſe Juan verfolgt.

Die Nacht, die jetzt eintrat, entzog uns die weitere Ent⸗ wickelung dieſes ungewöhnlichen Vorfalles, aber wir hoͤr⸗ ten nach einigen Augenblicken klägliche Tone, die mit iro⸗ niſchem Lachen vermiſcht vom ufer heruͤberdrangen und das dumpfe Gemurmel eines Kampfes mehrerer Menſchen mit einem Einzigen, worauf alles ſtill wurde.