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Amerikanische Reisenovellen / von Gabriel Ferry. Nach dem Französischen von A. Diezmann
Entstehung
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ihm blieb.. Die Nacht brach an. Das Waſſer faͤrbte ſich bereits dunkler; noch einige Minuten und er entzog ſich ſeinem Feinde im Schutze des Dunkels des Himmels und des Meeres, wenn der Beweggrund zu ſeiner Flucht ſo be⸗ deutend war, daß er ſich den Haifiſchen auszuſetzen wagte, von denen es in allen Gewaͤſſern der heißen Zone wimmelt. Leider war keine Minute zu verlieren, denn mit einigen Ruderſchlägen mußte Joſe Juan das Boot des Gegners be⸗ ruͤhren. Das fuͤhlte dieſer wohl auch, denn er ſprang kopf⸗ uͤber in das Meer und die Flut ſchloß ſich üͤber ihm. Nun kam die Reihe an Joſe Juan, das Ruder hinzulegen und ſich an den Vordertheil ſeiner Barke zu ſtellen. In der einen Hand hielt er eines der Netze, deren ſich die Taucher bedie⸗ nen, um die Muſcheln zuruͤckzubringen, die ſie von den Fel⸗ ſen losmachen, in der andern einen ziemlich langen Strick. Nach kurzer Zoͤgerung ließ er das Netz fallen, behielt den Strick und verſchwand ebenfalls im Waſſer, waͤhrend die beiden der Stroͤmung uͤberlaſſenen Boͤte an einander ſtießen.

Die Felſen der Inſel Cerralbo waren mit Neugierigen bedeckt, welche dieſem ſeltſamen Schauſpiele mit ängſtlicher Spannung zuſahen. Die Mannſchaft der Guadalupe äu⸗ ßerte eine an Trunkenheit grenzende Freude. Der Canaca konnte nicht ohne freudiges Erbeben eine Wettfahrt und Schwimmkuͤnſte mit anſehen, die ihn an ſeine heimathlichen Inſeln erinnerten und die beiden Alpachen jubelten vor Luſt. Kaum war eine Minute vergangen, als ſich an der Oberflaͤche ein Kopfzeigte, der des Verfolgten. Er ſchwamm mit der ganzen Kraft der Verzweiflung nach Espiritu Santo zu, als er mit einemmal, als wuͤrde er von einem gewaltigen