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Amerikanische Reisenovellen / von Gabriel Ferry. Nach dem Französischen von A. Diezmann
Entstehung
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ſich ſehr zu wundern, wenn ihm der Capitain einen Befehl ertheilte und ſah es fuͤr unertraͤgliche Tyrannei an, wenn derſelbe ſeine Autorität geltend machte. Der Chineſe, der in der Kuͤche und bei dem Takelwerke thaͤtig ſein ſollte, that eigentlich gar nichts. An ſeiner Statt kochte der Canaca den Reis und die Bananen, welche nebſt cecina(in der Sonne gedoͤrrtem Fleiſch) ausſchließlich unſere Nahrung ausmachten. Wenn aber der Capitain befahl ein Segel einzuziehen, verſicherte der Chineſe, er ſei in der Kuͤche be⸗ ſchaͤftigt und vertrieb aus derſelben den armen Indianer. Dieſer, der eigentlich allein unter der ganzen Mannſchaft arbeitete, wurde, wie das in ſolchen Faͤllen meiſt geſchieht, am ſchlechteſten bezahlt. Die beiden jungeſAlpachen wett⸗ eiferten zum Zeitvertreib als ächte Wilderin der Handha⸗ bung des Meſſers. Sie kauerten gewoͤhnlich dicht vor ein⸗ ander, hielten eines ihrer nackten Beine vor, balancirten langſam ihre Meſſer zwiſchen dem Daumen und Zeigefinger und ließen ſie auf ein gegebenes Zeichen fallen, um damit den Fuß zu verwunden, der nicht ſchnell genug zuruͤckgezogen wurde. Dieſe ganz neue Fechtart gab Veranlaſſung zu tauſend aͤußerſt komiſchen aber ſelten gluͤcklichen Paraden und das Lieblingsſpiel der Alpachen befleckte zuletzt immer das Verdeck mit Blut.

Man darf die Anarchie, welche am Bord der Guada⸗ lupe herrſchte, nicht etwa fur etwas Ungewoͤhnliches halten; ich koͤnnte viele Beiſpiele von der unglaublichen Nachläſſig⸗ keit der Capitaine mejikaniſcher Schiffe erzaͤhlen. Der Mangel an Geſetzen und die Furcht, von den wenigen Ma troſen verlaſſen zu werden, die an den Kuͤſten ſchwer zu er⸗