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Amerikanische Reisenovellen / von Gabriel Ferry. Nach dem Französischen von A. Diezmann
Entstehung
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Ihren Habſeligkeiten an den Strand zu ziehen, denn wir koͤnnen jeden Augenblickabſegeln und ich werde Sie in einem Boote abholen laſſen. Halten Sie ſich alſo bereit.

Ich ſehnte mich ſo ſehr, der erſtickenden Hitze in San Blas und den Myriaden von Muͤcken zu entkommen, welche den Aufenthalt faſt unertraͤglich machten, daß ich ſofort dem Rathe des Capitains folgte, um auch nicht eine Stunde laͤnger zu bleiben. Ich nahm meinen Aufenthalt in einer der huͤbſchen Bambushuͤtten, die ich ſchon von der Stadt oben aus geſehen hatte; leider aber ſollte ich ſehr bald die Erfahrung machen, daß an dieſer von weitem ſo lockend ausſehenden Kuͤſte die Muͤcken noch tauſendmal zahlreicher waren als auf der Hoͤhe und um ſo gieriger, je weniger Opfer ſie zu peinigen hatten. Nach drei martervollen Ta⸗ gen endlich erhielt ich eines Morgens die Meldung, ich moͤchte mich bereit halten, da das Boot am Nachmittage mich abholen wuͤrde. Zur beſtimmten Zeit legte auch eine Pirogue einige Schritte von meiner Bambushuͤtte an. Da das Fahrzeug nur aus einem ausgehöhlten Baumſtamme beſtand, ſo war die Fahrt damit bis an das Schiff nicht ge⸗ fahrlos. Die kleinſte Welle, die geringſte ungeſchickte Be⸗ wegung koͤnnen eine ſolche Nußſchale zum Umſchlagen brin⸗ gen und große Haifiſche, welche tuͤckiſch folgen, laſſen ahnen, welchen Ausgang ein ſolcher Unfall haben muß. Wir ka⸗ men indeß gluͤcklich an Bord an.

Berge ſchoͤner wohlſchmeckender Zwiebeln von San Blas in ungeheurer Groͤße, Flaſchenkurbiſſe und Bananen waren auf dem Verdecke der Goelette aufgeſchichtet und dieſe Haufen von Fruͤchten und Gemuͤſen bildeten nebſt