Saat, ſie traͤgt euch Fruͤchte im beßern loh⸗ nenden Leben!“
Juſt ohne zu ahnden wie nahe ihm dieſer Weg lag, faßte ſchon in der Kirche den Ent⸗ ſchluß jeden Ungluͤcklichen in ſo ferne es in ſei⸗ nen Kraͤften ſtuͤnde, zu unterſtuͤtzen, zu dem der fromme Geiſtliche ſeine Zuhorer ermunterte. Er faßte ihn feſt, und dachte zu Hauſe erſt nach, wie aufmerkſam er wohl auf den Wink der Vor⸗ ſehung zur Ausuͤbung dieſer Pflicht durch gluͤck⸗ liche Gelegenheit, ſeyn wollte? Mechaniſch fielen ſeine Blicke auf das Geſimſe, wo die von ſeiner Mutter geerbten Buͤcher lagen, er nahm das Gebetbuch herab, er oͤffnete es und fand auf das weiß eingebundene Blatt folgendes von der Hand ſeiner vollendeten Mutter geſchrieben.
„Im Jahr des Herrn 1779. am 13. Mah „als ich von Hochenlinden nach Steinhof um
„mein Brod zu ſuchen gehen wollte, gab mir
„Marie die achtjaͤhrige Tochter des Pachters
„Martins zu Steinhof, ohne mein Begehren
„einen Dreier, und ſagte mit einem mitlei⸗
„digen Blick„ich habe ſelbſt nicht mehr, ſie
„fragte mich, ob mich hungerte? Auf meine
„bejahende Antwort gab ſie mir eine Sem⸗
„mel alles was ſie eßbares bei ſich hatte,
„und lud mich ein nach Steinhof zu kommen⸗ 13


