Teil eines Werkes 
2. Theil (1817)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

234

ſie ſeit Jahren, ſchlecht oder gar nicht bedient, mit Zeitverluſt und Koſtenaufwand an fremden Orten das ſuchen mußten, was ſie bei einem braven Mann im Ort haben konnten; auch mit dem Eigenthuͤmer des Hauſes und der Schmiedte ſah ſich Juſt bald im Reinen.

Die gute Arbeit die er fertigte, ſein Fleiß, ſein ſtilles eingezogenes Leben, ſeine Kenntniße, ſeine Geſchtcklichkeit bei erkrankten Vieh, ge⸗ wannen ihm bald die Liebe Aller War er gleich nicht reich, ſo konnte jeder vernuͤnftige Vater leicht berechnen daß bei Juſtens Fleiß, Drd⸗ nungsliebe und Geſchicklichkeit, ſeine Tochter als ſein Weib nicht verlieren wuͤrde. Juſt war ein junger ſchoͤner kraftvoller Mann, auch von der Seite ſah er ſich gewuͤrdigt, ja man, ſprach ſchon in der Stille davon, daß er des reichen Schulzen im Ort einzigen Tochter zur Frau be⸗ kommen wuͤrde.

Als Juſt von dem Amte zu Hochenlinden ſeinen Pachtbrief erhielt, ſagte ihm der Beamte Lieber Meiſter, wir haben noch etwas von euch in Handen, was bisher im Gewirr der Geſchaͤfte vergeßen war das was eure ſeelige Mutter an einigen Hausgeraͤthe hinterließ es iſt wenig, aber doch eéuer, wir wollen es euch-ohne Koſten ausliefern.