Teil eines Werkes 
2. Theil (1817)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

232

ſundheit, und er folgte in kurzer Zeit ſeiner Frau ins Grab.

Verſtaͤndige Maͤnner im Ort riethen Ma⸗ rien, welche wegen ihrer Sanftmuth, ihres Fleißes und ſittſamen Wandels allgemein geliebt war, alles zu verkaufen, ihres Vaters Schul⸗ den zu tilgen, das uͤbrig bleibende ſicher anzu⸗ legen, in Dienſte zu treten, und bei fernern Fleis, frommen und unbeſcholdenen Betragen, ihr kuͤnftiges Gluͤck von der guͤtigen Vorſehung zu erwarten.

Marie folgte dieſem Rath, behielt nichts als einige Mobeln und Kleidungsſtuͤcke zuruͤck, und war doch noch als alle Schulden ihres Vaters getilgt waren, Beſitzerin von ein paar hundert Gulden.

Juſt, der Sohn der Wittwe, welcher Marie einſt ſo viel Gutes that, ſtand im frem⸗ den Militairdienſt als Feldſchmied, er erhielt ſeinen Abſchied, kehrte in ſeine Heimat nach Hochenlinden zurück, fand ſeine Muttek todt, aber die Hochenlindner freuten ſich den guten ſo lange Jahre entfernten Juͤngling wieder zu fehen, verhießen alles zu thun ihm ſein Fort⸗

kommen zu erleichtern. Juſt war in ſeinem

Dienſte puͤnftlich, fleißig und ſehr ſparſam, da⸗ her er bei ſeinem Abſchied vom Regiment, ein ar⸗