Teil eines Werkes 
2. Theil (1817)
Entstehung
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nen geruͤhrte Weib, ich danke dir gewiß herz⸗ lich, du haſt mir alles gegeben was du hatteſt. daria fiel ihr ins Wort, und fragte ſie im ſanfteſten mitleidsvollſten Ton;Ihr moͤgt wohl recht hungrig ſeyn? Ja liebes Kind, ich habe heute noch keinen Bißen genoſſen, es hungert mich ſehr, doch nun kann ich mir ein Stuͤck Brod erkaufen! Ohne ſie ganz ausreden zu laſſen fuhr Marie in die Taſcheda ſagte ſie indem ſie ihr die Semmel hingabnehmt dies Wenige, ach warum habe ich nicht mehr euch zu geben. D du gutes Kind ſagte das Weib, und hielt die Semmel mit reinem dankbaren ſegnenden Blick auf Marien in ihrer gefaltnen Hand. Gott ſeegne dich fuͤr deine Gaben, ich war nicht immer arm, mein ſeeliger Mann und ich lebten mit unſern wenigen zufrieden, aber nun bin ich ſechs Jahre Wittwe, auch da gieng es noch, aber ſeit einem halben Jahre iſt mein rechter Arm gelaͤhmt, nun geht es freilich ſchlimm, und ob ich wohl von wanchem guten Menſchen im Orte unterſtuͤtzt werde, ſo ſehe ich mich doch genothigt, auswaͤrts um Allmoſen zu bitten, aber du frommes Kind ſage mir dei⸗ nen Namen! Ich heiße Marie, und bin des Paͤchter Martin zu Steinhof Tochter. Trifft euch manchmal der Weg dahin, ſo kommt ge⸗

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