Teil eines Werkes 
2. Theil (1817)
Entstehung
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bekannte Zeichen. Umſonſt! niemand gab Ant⸗ wort, niemand hatte den alten Gemsjaͤger geſe⸗ hen; nirgends, nirgends war er zu entdecken. Von Kummer und koͤrperlicher Anſtrengung faſt bis zur Entkraͤftung ermuͤdet, kehrte der wackere Knabe erſt mit Nachten zu der Mutter, ohne ihr Troſt zu bringen; mit jeder der naͤchſtfolgen⸗ den Morgenroͤthen machte er ſich von neuem, machten ſich auch einige von Baſtians Freunden und Verwandten auf den Weg, den Verlornen zu ſuchen; doch immer ohne allen Erfolg. Es blieb blos die Vermuthung uͤbrig, daß der kuͤhne Gemsjäger in einen Abgrund geſtuͤrzt ſey, und dort ſeinen Tod gefunden habe; ja, zuletzt wuͤr⸗ de ſelbſt hievon eine Gewißheit der troſtloſen Margareth, die wegen des, von Baſtian in den letzten Tagen bewieſenen nachdenklichen Weſens, zu Zeiten gar noch das Schrecklichere, einen Selbſtmord fuͤrchtete, zur Beruhigung gedient haben. Wie dem aber auch ſeyn mochte, denn Margareth ſuchte ſelbſt dieſen grauſenvollen Ge⸗ danken aus ihrem Herzen zu verbannen ſo blieb der frommen Wittwe doch immer die quaͤ⸗ lende Vorſtellung, daß ihr Mann nicht einmal in geweihtem Boden ſeine Ruheſtaͤtze gefunden habe, daß ſein Leichnam, wie der eines Ver⸗ brechers, in irgend einer unzugaͤnglichen Felſen⸗

ſchlucht