Teil eines Werkes 
2. Theil (1817)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

ſie glaubte, in Geſellſchaft des Knaben wuͤrde jener weniger gewagt, oder der gute Engel des Sohns wuͤrde uͤber beide ſein ſchirmendes Schild gehalten haben.

Doch alle dieſe Gedanken und Beſorgniſſe ka⸗ men ja nun zu ſpaͤt. Jetzt hegte die Beklommene nur noch einen Wunſch, naͤmlich, daß Baſtian dießmal nicht, wie ſehr oft geſchah, zur Nacht aus⸗ bleiben, daß er ſie nicht eine ſo lange, lange Zeit ihrer Furcht uͤberlaſſen moͤge; aber auch dieſer Wunſch gieng nicht in Erfuͤllung. Baſtian kehrte in der erſten, in der zweiten, ja, was noch nie der Fall geweſen war, auch in der dritten Nacht nicht zuruͤck.

Jetzt konnte auch der muthvolle Ignaz, der bis dahin die Aengſtlichkeit der Mutter, als eine weibliche Schwaͤche, durch freundliche Zuſprache zu verſcheuchen und hinweg zu ſcherzen geſucht hatte, nicht alle Beſorgniſſe um den Vater unter⸗ druͤcken. Er lief mit der Mutter in das Wald⸗ gebirg, um den Vater aufzuſuchen. Er ver⸗ doppelte ſeine Sorgfalt, als Margreth auf den ſteilen Gaiswegen ihm nicht laͤnger folgen konnte. Er durchſpuͤrte alle Schluchten, er fruͤher mit dem Vater geweſen war. Er fragte jeden, der ihm begegnete. Er rief, wo ein Wiederhall war, Baſtians Namen. Er gab mit der Pfeife das

be⸗