Teil eines Werkes 
1. Theil (1827)
Entstehung
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gegen zu ſchutzen, ſobald er nur zum erſtenmale St. Peters Dom erblickte.

Der Menſch iſt einmal ein Weſen voll Wider⸗ ſpruͤche. Nichts Beſtaͤndiges iſt in ihm. Alle jene von mir erwaͤhnten Hinderniſſe machen nur den Ein⸗ druck größer und die Wirkung ſtärker. Rom laͤßt ſich mit nichts vergleichen. Selbſt ſolche, die von ſeinem fruͤhern Glanze nichts wiſſen, denen die erſte Seite einer lateiniſchen Grammatik das Thule ih⸗ rer klaſſiſchen Gelehrſamkeit iſt, die blos nach Ver⸗ gnügung trachten: ſie Alle werden doch in Rom be⸗ ſonders angezogen. Des Morgens iſt es hier weit feſſelnder, in den beſten Sammlungen das Auge an dem Schonſten zu weiden, was die von dem Genie unſterblich gewordenen Gallerien bieten, als im Kaffee⸗ hauſe zu ſitzen, oder uͤber die alltäglichen Dinge des Lebens zu ſchwatzen. In der Nacht wie ſuͤßer iſt es da, den ſilbernen Mond und ſein ungewiſſes Licht zu ſchauen, der zum Theil die ſo maleriſchen Umriſſe des Coliſeums erhellt, ſtatt die blendenden Lampen im dicken Dunſte eines Vauxhalls anzuſtaunen!

Doch von allen Reizen Roms iſt keiner, der auch

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ſpaͤterhin eine ſo angenehme Erinnerung zuruͤcklaͤßt, als der eigne Zauber, den das Klima oder ſonſt etwas nicht zu Beſtimmendes dem geſellſchaftlichen Umgang verleiht. Hier bſt ſich jede kalte Zuruckhaltung auf, alle politiſche Vorurtheibe ſchwinden, alle Gefühle der

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