Adam kam, wie ein treuer Wächter, nicht von dem Bette weg, das ſeinen einzigen Schatz, den neugefun⸗ denen, enthielt, und duldete allen Schmerz mit dem Ernſte, der Verſchloſſenheit des Alters. Lyndſay war, den Arzt ausgenommen, der einzige, den er ſehen wollte. Nur gegen ihn machte er dem Herzen Luft, das ſo lange gegen jedes ſanftere Gefuͤhl verſchloſſen geweſen war, und Lyndſay, ſelbſt von Gram erfullt, ſuchte den alten, troſtloſen Mann aufzurichten, zu ermuthigen. Doch der Gegenſtand ihres Kummers wurde ih⸗ nen wiedergegeben. Das Fieber entſchied ſich— Ger— trude erwachte wieder zum Selbſtbewußtſeyn. Erſt jetzt erfuhr ſie, in welcher Gefahr ſie geſchwebt hatte. 33 Bewußtlos war ſie durchs Thal des Todes gewandert, ¹ die Pforten der Ewigkeit hatten ſich ihr aufgethan, ohne daß ſie dieſelben wahrnahm. Noch jetzt, nur an den Grenzen dieſer Welt weilend, fuͤhlte ſie, wie leer und eitel die Freuden derſelben ſind. Ihre Träume der Große, ihre Hoffnung auf Gluͤck, die frohverlebten Tage, die feſtlichen Nächte— wo waren ſie jetzt?— Dahin!— Und was ſie zuruͤckließen, waren Scham, Taͤuſchung und Vorwuͤrfe! Allen irdiſchen Glanz hatte ſie beſeſſen. Welche Rechnung von ſolchen Gaben konnte ſie Gott ablegen? Auf welchen Theil davon konnte ſie die Hoffnung bauen, jetzt vom Ewigen auf⸗ genommen zu werden? Auf welchen Theil konnten ſich jetzt ihre Hoffnungen ſtutzen, ewig gluͤcklich zu werden? O trauriger Troſt, den ſie alle geben! Eine tiefe Schwermuth bemächtigte ſich jetzt Ger—
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