Teil eines Werkes 
2. Theil (1826)
Entstehung
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ſchauen. Indiſcher Muslin und indiſche Shwals, indiſche Juwelen und andere Koſtbarkeiten waren mit nichts ſparender Hand an ihr verſchwendet, daß es ein wahres Feſt blieb, neben ihr zu ſitzen und dies alles zu muſtern. Miß Pratt ging noch weiter und ſpeeu⸗ lirte ſchon auf ein halbes Stuͤck geſtreiften, indiſchen Muſſelin, von der Art, wie der Unterrock der Frau Majorin war, den ſie aus allen Kraͤften bewunderte. Nebenbei hatte ſie die Abſicht, ſich bei ihr in Gunſt zu ſetzen und einen feſten Fuß im Hauſe des Majors zu faſſen. Denn, dachte ſie ſo bei ſich, es verſteht ſich Niemand ſo aufs gute Leben, als ſolche Nabobs. Gewoͤhnlich haben ſie mit der Leber und mit'dem Un⸗ terleibe zu thun, und da muͤſſen immer Leckerbiſſen da ſeyn. In jedem Falle kann man immer rechnen, einen guten Madera auf ihrem Tiſche zu ſinden, und einem alten Magen thut dieſer ein vierzehn Tage lang und ſo etwas d'ruͤber immer recht gut. Miß Pratt ſchwaͤn⸗ zelte daher um die Frau Majorin mit noch viel mehr Behendigkeit herum, als gewoͤhnlich. Sie ließ ſich nicht abhalten, ihr mit eigner Hand den Mantel ab⸗ zunehmen und die ganze Schoͤnheit deſſelben zu erlaͤu⸗ tern; ſie beſtand darauf, ſelbſt ein Fußſchemelchen her⸗ beizutragen, und legte noch ein Paar Kiſſen des So⸗ pha's gehorig zurecht, um es noch bequemer zu ma⸗ chen. Eine Taſſe Chocolade empfahl ſie mit einer Art, der ſich nicht widerſtehen ließ. Nur als Ma⸗ dame St. Clair hereinrauſchte in aller ihrer gebieten⸗ den Hoheit, und den Beſuch mit jener herablaſſenden