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jett geſchah, zu behandeln. Aber was ſoll ich denn von Jemandem halten, der auch nur einen Augenblick mich einer ſo niedrigen, ſolcher abſcheulichen Zweideu⸗ tigkeit faͤhig halten kann?
„Gertrude!“ rief der Oberſt in großer Beſtur⸗ zung.„Gertrude, ich bin verloren, wenn Sie— Aber warum errotheten Sie ſo? Warum waren Sie ſo verlegen, als Sie ihn erblickten?— Woher dieſes Einverſtändniß, wenn Sie mit ihm reden?— Hoͤrte ich nicht ſelbſt, als Sie mit ihm nach dem Fenſter gingen, wie Sie ihn fragten: Was er von Ihnen denken muͤſſe? Wie? Wie kann Ihnen daran ge⸗ legen ſeyn, was er von Ihnen denkt, wenn Ihr Herz das Meinige iſt?“
Gertrude war faſt in Verzweiflung, weil ſie die Unmöglichkeit ſah, ſich vom Verdachte zu reinigen, den er mit nur zu vielem Rechte gegen ſie nähren mußte. Sie ſchwieg, indeſſen der Oberſt kein Auge von ihr wendete und mit der geſpannteſten Unruhe ſie anſah. Endlich erwiederte ſie mit einem tiefen Seufzer:
„Es iſt ein unangenehmes Verhältniß zwiſchen mir und Herrn Lyndſay. Ich leugne dies nicht. Aber es kommt dabei eine dritte Perſon in Betracht und ſo habe ich nicht den Muth, es ſelbſt Ihnen zu entdecken. Dies, nur dies allein iſt die Urſache von der Verlegenheit, die Sie an mir wahrnahmen,


