Teil eines Werkes 
1. Th. (1826)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

306 kam durch eine Reihe Gemaͤcher. In einem der letz⸗

tern fand ſie den Oberſten, der, verſtort im hochſten

Grade, auf und ab ging. Gern wäre ſie umgekehrt,

allein ſchnell kam er ihr entgegen und nahm ihre

Hand. In der fruͤhern kalten, ſpottiſchen Weiſe bat

er, Miß St. Clair möchte ihm die Ehre gönnen, ihn

einige Augenblicke anzuhoren.

Ich weiß nichts, was mir der Oberſt Delmour zu ſagen hätte, er muͤßte denn ſein Benehmen ent⸗ ſchuldigen wollen? entgegnete ſie etwas unwillig⸗

Entſchuldigen? wiederholte er heftig. Nein, das iſt mein Wille nicht. Miß St. Clair muͤßte ſich erſt herablaſſen, das ihrige zu erklaͤren. Doch dies iſt unmöglich. So wenig ich auch An⸗ dern Vertrauen ſchenke, meinen Sinnen kann ich doch nicht das Zeugniß ſtreitig machen!

Ich weiß nicht, was Sie meinen! Solchen phantaſtiſchen Aeußerungen kann ich nicht zuhoͤren! Sie ſuchte ihre Hand losʒumachen.

Phantaſtiſch? Ja wohl bin ich ein Narr, eine Erklärung von Ihnen zu fordern, die ich von einem Andern fordern darf und fordern will!

Ums Himmels willen, ſagen Sie, was Sie wollen! Wie komme ich dazu, ſolche heftige, beleidi⸗

17

gende Dinge, und von Ihnen zu hoͤren! Ihre Augen fullten ſich mit Thränen. Der