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ausdrüͤckte?“— Er blätterte umher. Endlich waͤhlte er das ſchone Solo:
So lange dort noch Flora Die Blumen zaͤrtlich kuͤßt; Am Morgen ſie Aurora Mit friſchem Thau begießt:
So lange Maͤdchen, ſuͤße,——
So lange ich dich kuſſe,
So lange liebe, liebe, lieb' ich dich! „Wird die Gebieterin erlauben, daß Ihr Schuͤler fuͤr ſich und Sie wählen darf?“
Gertrude konnte nur mit einem beifaͤlligen Nicken antworten, war aber zu ſehr befangen, ihm und ſich zu Danke zu begleiten. Kaum konnte ſie wahrneh⸗ men, wie ſchoͤn und geſchmackvoll er ſang. Eben ſo fuͤhlte ſie nicht, wie ſonderbar es war, daß ſie ſo lange in einem Hauſe mit ihm gelebt und nicht erfah⸗ ren habe, welche Kenntniſſe der Muſik er beſitze. Die Meiſten wuͤrden mit ſolchem Talente geglänzt und ge⸗ ſucht haben, es geltend zu machen, doch Lyndſay that nichts, um zu glänzen, er machte ſeine Talente nur geltend, wenn er Andern nuͤtzen konnte.
Fuͤr Gertruden ſchwand alles. Sie ſah nur, daß der Oberſt weggeeilt war, daß Lyndſay bei ihr ſtand. Kaum war der Geſang zu Ende, als ſie ihren Platz einer andern Dame uͤberließ. Es fuhren die Wagen auf, die Gaͤſte heimzubringen, und ſogleich benutzte ſie die Gelegenheit, in ihr Zimmer zu eilen. Sie
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