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— die Tricks einnahm! Nun ſo etwas uͤberſchritt doch gewiß alle Gränzen!
Indeſſen ſo die ältern Glieder der Geſellſchaft ſich an die Spieltiſche vertheilten, gingen die juͤngern in das Muſikzimmer. Gertrude wurde von allen an⸗ gegangen, zu ſingen, den Oberſten abgerechnet, der ein finſteres Schweigen beobachtete. Sie gab endlich
nach, ſetzte ſich zur Harfe und praͤludirte.
„Friedrich!“ fragte Robert Delmour ſeinen Bru⸗ der,„wirſt Du Miß St. Clair begleiten?“
„Miß St. Clair hat gefunden, daß ich ein ſchlechter Begleiter bin!“ antwortete der Oberſt in einer Art, die Gertrude allein verſtand.„Fuͤr Jemanden, der ſo richtig, ſo frei von jedem Falsetto ſingt, muß es freilich eine harte Pein ſeyn, ſich mit mir horen zn laſſen, der in dieſer, wie in jeder Kunſt, ein Neuling iſt!“
„Ich will lieber allein ſingen!“ ſagte Gertrude und verſuchte es umſonſt, ihre Unruhe bei dieſen bei⸗ ßenden Bemerkungen zu beſiegen.
„Es iſt wirklich traurig, daß ich ſelten, oder nie angegangen werde, zu ſingen!“ fiel hier Herr Lyndſay ſcherzend ein, und zog die Aufmerkſamkeit auf ſich.„Ich weiß nicht, wem ich dieſe Gleichgultigkeit Schuld ge⸗ ben ſoll? Allein ich bin entſchloſſen, nicht länger im Stillen ſolche Schmach zu tragen. Miß St. Clair wird mich unter ihren Schutz nehmen. Meine Feh⸗ ler ſollen dieſe Nacht in vollem Glanze ſtrahlen. Doch wo werd' ich einen Text ſinden, der meine Wuͤnſche


