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welche keine menſchliche Bemuͤhung mit einander ver⸗ ſchmolzen haben wuͤrde, war hier keine Spur da. Ohne einige Aehnlichkeit im Charakter, in der Den⸗ kungsweiſe konnte auch nur wenig Austauſch der Vor⸗ ſtellungen ſtattfinden. Wenn Gertrude zu ihrer Mut⸗ ter ſprach, ſo war es mehr Erguß des offenen Herzens, des lebendigen Geiſtes, als Frucht eines gegenſeitigen Gefuͤhles.
„Ach ich wollte, ich hätte den Spiegel von Prinz Haſſan!“ rief ſie, als ſie Schottlands Graͤnzen nahe kamen,„daß ich ein Bild von den Leuten bekäme, unter die ich kommen ſoll!— Ein einziger Blick hin⸗ ein ſollte mir doch einen Begriff davon geben, oder doch mindeſtens zeigen, ob es eine Art von Menſchen iſt, die ich zu lieben im Stande bin!“
„Du haſt dir von deinem Scharffinne eine ſehr große und ein bischen anmaßende Darſtellung entwor⸗ fen, wie es ſcheint!“ entgegnete die Mutter mit ver⸗ aͤchtlichem Laͤcheln.„Ich ſollte doch in aller Demuth meinen, daß meine Kenntniß und Erfahrung dir ſo viel nuͤtzen könnten, als alle deine eigenen Beobach⸗ tungen und Vorſtellungen!“
„Verzeihen Sie, Mama, ich wußte ja nicht, daß Sie mit der Familie Roßville bekannt ſind!“
„Perſonlich kenne ich freilich niemand davon. Ich bin nie— ich wäre nie zu ihnen gekommen, wenn du nicht wäreſt! Deinetwegen arbeite ich an einer welche ich ſonſt mit Verachtung abgewie⸗
ſen Ptte, wie man mich verachtet hat!“
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