Teil eines Werkes 
1. Th. (1826)
Entstehung
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Die Eltern waren gluͤcklich genug geweſen, eine Frau aus den hoͤhern Stäͤnden kennen zu lernen, die vor kurzem ihren Gatten, ihr eigenes Kind ver⸗ loren hatte und ſo gern dieſes annahm, ihm den Ueber⸗ fluß an Liebe und Zärtlichkeit zu widmen, welche Am⸗ men gern auf den Pflegling uͤberzutragen pflegen. Ma⸗ dame St. Clair genas ſehr langſam. Ihre Geſund⸗ heit uͤberhaupt ſchien ſo geſchwaͤcht, daß ſie nicht dar⸗ an denken konnte, dem harten nordiſchen Klima ent gegen zu treten. Statt daher die Reiſe fortzuſetzen, gingen ſie nach Frankreichs Suͤden und ſiedelten ſich nach einigem Hin- und Herkreuzen hier ſelbſt an. Das hatte aber der Graf nicht gewollt.

Zwar ſetzte ſich ſein Stolz noch immer gegen die Ruͤckkehr des Bruders nach Schottland; allein zugleich wuͤnſchte er die Familie innerhalb ſeiner Beobachtung und Aufſicht zu haben, beſonders da er vor kurzem von ſeiner Gemahlin getrennt worden war und das Kind ſeines Bruders nun als muthmaßliche Erbin der Familientitel angeſehen werden konnte. Er hatte da⸗ her auch vorgeſchlagen und darauf gedrungen, die kleine Gertrude ihm zuzuſchicken. Sie ſollte das Gluͤck haben, unter ſeinen Augen erzogen zu wer⸗ den. Madame St. Clair mochte indeſſen dazu nicht ihre Zuſtimmung geben. Sie erklaͤrte in der feinſten, aber doch beſtimmteſten Art, daß ſie nie ihr Kind von ſich laſſen werde. Dagegen verſprach ſie, alle wollten nach Britannien kommen, ſobald ihre Geſund⸗ heit wieder hergeſtellt ſey. Lord Roßville ſolle dann,