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Erblaſſe ich? das ſollte ich nicht. Und doch fuͤhle ich, daß es mich erſchreckt hat. Amelie, ich bin nicht ein Graf von Tengenbach. Ich bin wieder, was meine Jugend ſo gluͤcklich machte, des treuen, einfachen Johanns Sohn, zu nichts von dem Glucke berechtigt, als zur Ar⸗ beit, zur Geduld, zur Tugend.
Vergiß die Liebe nicht, Moritz! rief Ame⸗ lie und warf ihren Arm in Gegenwart des
DPberſten um Moritz Hals; und biſt du kein
Graf, ſo bleibſt du doch der Ritter von Sankt Georg, und glaube mir, o glaube mir, Moritz, der Ritter iſt mir lieber als der Graf. D meine Liebe war rein wie die deine, Moritz, edel wie die deine. Deine ſchien reiner. Des Koͤ⸗ nigs Sohn waͤhlte die Hirtin. Jetzt drͤckt die Hirtin den geliebten Hirten an die Bruſt, und niemand wird, Gott ſey gelobt! ſagen: Amelie liebte den Grafen. Nein, ſie liebte Moritz! dich, Moritz!
Der BPberſt laͤchelte. Er ließ ſich dies alles erklaͤren. Nun denn, damit man nun nicht wie⸗ der den edlen Ritter da— glauben Sie mir, Amelie, die Ritter von ſeinem Orden ſind ſo ſelten wie die Ritter vom Hoſenband; aber ich gehoͤre auch ein wenig dazu— damit ſeine Liebe ſo rein ſcheine, wie Ihre, ſtatte ich ihn aus, um ihm


