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len laſſen. Ich wohne jetzt hier nahe bei Ihnen. Nun, Amelie, Sie ſind gar nicht arm mehr; aber Ihr Reichthum kann Ihnen nicht den leich⸗ teſten Werth mehr geben, als Sie haben. Ich wohne jetzt in Tengenbach ganz nahe bei Ihnen, und wenn ich mich dort eingerichtet habe, wenn meine Familie erſt mit mir da wohnt, Ame⸗ lie— ſo—
In Tengenbach? fragte Moritz hervortre⸗ tend. Wie ſo?
Ja, ſagte der Pberſt: intereſſirt ſie das, mein Herr?
Recht ſehr; ich bin der Graf Moritz von Dengenbach.
Der Graf ſah ihn mitleidig an; dann zog er ſein Taſchenbuch hervor, gab mit den Worten: armer junger Menſch! einen Brief.
Das eben iſt der Brief, den ich dem Ober⸗ ſten, Grafen Tengenbach, meinem Verwand⸗ ken bringen ſollte.
Das bin ich. Leſen Sie nur! ſetzte er ſanft hinzu.
Moritz las und erblaßte, und erblaßte immer mehr, je weiter er las. Seine Haͤnde zitterten. Amelie rief erblaſſend: Moritz, was iſt Ihnen? Gott! Moritz! lieber Mo⸗ ritz! Sie erblaſſen!
Er⸗


