Teil eines Werkes 
2. Theil (1816)
Entstehung
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war durch ein Paar Worte von ſeinem Vater angewieſen, des Oberſten Befehle fuͤr ſeine Zu⸗ zunft zu erwarten. Johann war abgereiſt den DOberſten aufzuſuchen.

Morritz trauerte um den verſtorbenen Va⸗ ter; denn nach einigen Tagen ging er nach Bod⸗ men zu Amelien. Sie wußte den Tod ſeines Baters ſchon. Die Trauer gebot, ihre Verbin⸗ dung aufzuſchieben. Er blieb, wie gewoͤhnlich, einige Tage in Bodmen. Da fuhr ein praͤchti⸗ ger Wagen vor die Thuͤr, und ein Mann in Uniform, mit einem edlen, kraͤftigen Geſicht trat ins Zimmer, den Amelie, doch ein wenig er⸗ ſchreckt, mit den Worten: ach Herr Pberſt! em⸗ pfing. Sieh da, meine kleine Ameliel! ſagte der Pberſt freundlich, und fuhr ſchnell fort, ohne ſich unterbrechen zu laſſen: Frau Rentmei⸗ ſterin, ich bringe Ihnen eine frohe Nachricht. Das ganze Vermoͤgen Ihres ſeligen Mannes iſt Ihnen gerettet. Es hat mir Muͤhe ge⸗ nug gekoſtet, mich durch die raͤnkevolle Nacht des Prozeſſes durchzutappen. Gottlob! ich bin durch. Ich gab Ihnen wenig Hoffnung, Ma⸗ dame, da Sie bei mir waren. Ich weiß, daß vergebliche Hoffnungen mehr ſchmerzen als eine Buͤrde, an die man gewoͤhnt iſt. Ich kann Ih⸗ nen, ſobald Sie wollen, die ganze Summe zah⸗ len