Teil eines Werkes 
2. Theil (1816)
Entstehung
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ruhigte. Amelie fand das nicht. Sie fand die Einwilligung des Vaters in ihre Verbin⸗ dung und ſie blieb ruhig. Der Befehl zur Ab⸗ reiſe war dringend. Moritz riß ſich aus den Armen der Geliebten, und reiſte von hier ſo⸗ gleich nach Tuͤbingen.

Er fand den BPberſten in Tuͤbingen nicht, aber ſeine Frau, die ihn mit einer ungemeinen muͤtterlichen Zaͤrtlichkeit aufnahm. Sie ſagte ihm: die Papiere enthielten hoͤchſt wahrſchein⸗ lich ein ſehr wichtiges Familiengeheimniß, und ſie bat ihn, ihrem Manne nach Stuttgard nach⸗ zureiſen. In Stuttgard erwartete er den Ober⸗ ſten. Ein neuer Brief von der Gräfin Den⸗ genbach wies ihn nach Mannheim, wo der Oberſt ihn erwartete.

Der erſte Fluch kam uͤber Moritz Lippen⸗ da er den Brief las, der ihn wieder in April ſandte; denn auch in Mannheim war der Graf geweſen, und Moritz nußte nach Karlsruhe. So, nachdem er Schwaben und die Pfalz die Kreuz und die Quer durchzogen hatte, war der Pberſt verſchwunden, und Moritz kehrte nach vier Wochen nach Tengenbach zuruͤck, und hier traf ihn die furchtbare Nachricht, daß ſein Va⸗ ter vor vierzehn Tagen im Gebirge geſtorben, und in Sankt Georgen beerdigt war. Moritz

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