Teil eines Werkes 
2. Theil (1816)
Entstehung
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Umgang mit einem Mann, wer er auch war. So machte ſie ihm ſein Opfer leichter, und ver⸗ barg ihm alle die ihrigen, die ſie ihm brachte. War er nicht in Bodmen, ſo brachte ſie ihre Zeit damit zu, daß ſie einige junge Maͤdchen in Arbeiten und im Leſen unterrichtete. Dieſe ſchoͤne Thätigkeic hatte ſie ſchon fruͤher beſchaͤftigt. Jetzt weihete ſie ihr alle ihre Zeit, und Moritz ſaß ganze Stunden mit ihr unter ihren Schuͤlerinnen.

Sie nahm mit ruhiger Freunblichkeit alle Geſchenke, die er ihr bot; aber ſie verwandelte ſie in Almoſen füͤr die Armen im Dorf; nur eine Blume von ſeiner Hand trug ſie, bis ſie an ihrer Bruſt in Staub zerfiel.

Leiſe beruͤhrte ſie, was er fur die Ungluͤck⸗ lichen auf ſeinen Guͤtern thun koͤnnte, und er ſah mit Schrecken, wie viel ſein Herz hatte thun wollen, und wie wenig ſeine Leidenſchaft erlaubt hatte. Sobald er zu Hauſe kam, zog er Erkundigungen ein, und er ſah, es war viel zu thun. Sein Vater arbeitete in ſeinem Stu⸗ dirzimmer.

Er fand nun in der Thätigkeit, womit er den auffallendſten Uebeln abhalf, ein Gegenge⸗ wicht gegen die Leidenſchaft. Er blieb ſogar läͤnger weg von Bodmen, und mit Erroͤthen und Freude erzaͤhlte er Amelien, was ihn abgehal⸗

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