Teil eines Werkes 
2. Theil (1816)
Entstehung
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dem Geliebten der Ruhm nicht entriſſen wuͤrde, ſtaͤrker zu ſeyn als die allmaͤchtigſte Leidenſchaft, und ihr nicht das Entzuͤcken des ſtolzeſten Schau⸗ ſpiels eines ſichern Mannes, den ſie liebt, und ſo beſchloß ſie ihm das Dpfer leichter zu machen.

Auf einmal wurde ſie ſeine heitre Freundin; mit einer unnachahmlichen Feinheit bemaͤchtigte ſie ſich ſeines Vertrauens, und nach und nach legte ſie ſeine Leidenſchaft an die Blumenkette der aller vertrauenvollſten, heiterſten Ruhe. Er brachte nur das Eine ſchwere Ppfer zu ſchwei⸗ gen, was ſie auch brachte. Aber welche An. ſtrengung koſtete es Amelien nicht immer wie⸗ der, den aufkochenden Sturm in ſener Seele zu beruhigen, und ſich nicht fortreißen zu laſ⸗ ſen von ſeiner tobenden Leidenſchaft, und von ihrer tieferen!

Und doch gelang es ihr, und ihrer milden, hellen Seele, das ſeltſamſte Verhaͤltniß zwiſchen Liebenden zu einer ſchoͤnen Empfindung zu ma⸗ chen. D es war ruͤhrend zu ſehen, wie beide einander nach und nach in die reichen Tiefen ihre Seelen ſehen ließen, und dennoch ſie ſein Geheimniß bewahrte; er ſeins.

Sie ſchied faſt ganz aus der Welt. Sie lebte nur fuͤr ihn allein. Sie vermied jeden

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