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ſterſtimmen zum Guten mahnen. Geſchwind er⸗ zaͤhle mir eins; mein Herz iſt ſo ſchwer, und, was noch ſchlimmer iſt, nicht Eins mit ſich ſelbſi.
Der Alte ſagte laͤchelnd: ich weiß wohl ein Maͤhrchen, Amelie; aber es darfs niemand wiſſen, als Sie und ich, und es iſt ganz kurz; aber prophetiſch.
So erzaͤhle; ich verſpreche dir es zu ver⸗ ſchweigen.
Es war einmal vor vielen Jahren ein Kö⸗ nigsſohn, ſchoͤn, edel und tugendreich, der fand bei ihrer Heerde eine junge Hirtin, von allen Feen reich begabt. Der Himmel hatte beide fuͤr einander beſtimmt, und ſo liebten ſie ſich von dem erſten Augenblick an, da ſie ſich ſahen. Aber der Koͤnigsſohn, ſo frei er waͤhlen konnte, hatte dem Koͤnige, ſeinem Vater, feierlich ver⸗ ſprochen, drei Jahre der Geliebten ſeine Liebe zu verſchweigen. Der alte Koͤnig hatte eigene Grillen, ſonſt war er ein edler Mann. Er ſchwieg hier.
Nun weiter, lieber Alter! rief Amelie mit ſchlagendem Herzen. Weiter! o weiter!
Mein Maͤhrchen iſt hier zu Ende, Amelie. Erfahre ich, ob die ſchoͤne Hirtin ſeine Liebe errieth, an ſeine Unſchuld glaubte, an ſein Herz,
an


