Teil eines Werkes 
2. Theil (1816)
Entstehung
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dieſer Thorheit, die bis in mein zwanzigſtes Jahr wuchs.

Von dieſer Zeit an erhob ſich bisweilen die Stimme einer indeß ausgebildeteren Vernunft; ich wurde mehr oder weniger, weiſe; meine Sehnſucht, meine Ideen ſchweiften nicht mehr ununterbrochen in den idealiſchen Regionen: ich begann zu gewahren, daß ein Weib, auch ohne transparente Fluͤgel, und ohne aͤtheriſchen Stoff, reizend ſeyn koͤnne.

Fragte mich indeß meine Mutter laͤchelnd, ob ich eine Sylphide gefunden habe? ſo fuͤhlte ich ein Erroͤthen, und daß dieſes einzige Wort die ſo tief gewurzelten Ideen zu lebendig aufregte; ich antwortete durch einen allgemeinen Scherz.

Noch am naͤmlichen Abend vor dem Ent⸗ ſchlafen, las ich wieder einige Seiten in Ga⸗ balis Werk, das ich ſeit Monaten nicht geoͤfſ⸗ net hatte. Ich loͤſchte hierauf mein Licht aus, und ſuchte im Schlafe Vergeßenheit dieſer ſüßen, ſo lebendig wieder erwachenden Taͤuſchung. Schlaf war nicht das Mittel ſie zu unterdruͤcken. Im Schlafe ruft die Imaginazion die Gegenſtaͤnde hervor, mit denen ſie ſich am lebhafteſten beſchaͤf⸗ tigt, denn ſie bewegen ſich in leichten fantaſti⸗ ſchen Draͤumen, mitten in den Reihen der Syl⸗

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