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Ich frchtete die Spottereyen, uͤber einen mir ſo heilig⸗ und ehrwuͤrdig erſcheinenden Ge⸗ genſtand, und bewahrte meine Anſichten in tie⸗ fem Schweigen.
So uͤbt' ich mich denn in einer geheimniß⸗ vollen Ruͤckhaltung, die ſelbſt die aͤngſtlichſte Syl⸗ phide befriedigt haͤtte, und erwartete ungedultig den ſeeligen Moment, wo irgend ein nur dem Eingeweyhten verſtaͤndliches Zeichen, mir ihr Nahen verkuͤnden wuͤrde.
Oft pochte laut und heftig mein Herz, wenn ein Lichtſtrahl des Monds durch die Laͤden meines Zimmers, ein leichtes Geraͤuſch, oder die Töne einer ſernen Muſik, oder das leiſe Wehen, des meine Vorhaͤnge bewegenden Winds, zu meinen Ohren drang. Ich richtete mich auf; ich lauſchte; alle Kraͤfte meiner Seele waren ge⸗ ſpannt. Meine Imaginazion erhoͤhte auf einige Augenblicke dieſe Taͤuſchung; war ſie zerſtört, mußte ich uͤber meinen eignen Irrthum erroͤthen; und troͤſtete mich mit meiner Jugend. Ich be⸗ ſchloß an Tugenden, am Vertrauen zu wachſen; ſie wird endlich erſcheinen; auch keinem Schat⸗ ten von Zweifel will ich Naum geben! dann nahm ich meinen theueren, von mir unzertrenn⸗ lichen Graf Gabalis, und naährte mich mit dieſer


