Teil eines Werkes 
2. Theil (1816)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

ziehung mit dem Sylphen⸗Geſchlecht. Ich verbannte alles aus meiner Einbildungskraft, was jene haͤtte beflecken koͤnnen. Oft wurde ich angezogen von ir⸗ gend einer jugendlichen Schoͤnheit, deren ſchlan⸗ ker Wuchs, deren zarte Haut, deren leichter, luͤftiger Gang einem aͤtheriſchem Weſen aͤhnelte; aber bald gewahrte ich in ihr eine Sterbliche; der Zauber und die Gefahr verſchwand. 6.

Dieß war bie vortheilhafte Seite mei⸗ ner romantiſchen Grille; indeß verſpaͤtete ſie die Erwerbung der Welt⸗Kenntniß, des Welt⸗Tons, und doch war die hoͤhere Welt der Kreis mei⸗ ner Beſtimmung. Noch hatte keine Sylphide mich gewuͤrdigt, zu mir aus ihrem Himmels⸗ Sitze herabzuſteigen; keine Sterbliche erſchien, meiner Aufmerkſamkeit werth.

Abgezogen und einſam leht' ich alſo, ſelbſt in Geſellſchaft. Einzig an meinen Taͤuſchungen haͤngend, war die Wirklichkeit fuͤr mich tod. Indeß ſtrebte ich meinen Geiſt auszubilden, um mich der heiß erſehnenden himmliſchen Freun⸗ dinn zu naͤhern.

Mein Mentor, meine Lehrer, Maͤnner von Einſicht, waren zufrieden mit meinem beharrli⸗ chen Fleiße in den Wiſſenſchaften, ohne deſſen Triebfeder zu kennen.

Ich