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her nahte ein ſtiller Zug, die Waiſenkinder mit ihrem Lehrer an der Spitze, deren Wohlthäter Ludwig geweſen war. Neben dem vorma⸗ ligen Ortsgeiſtlichen wurde er eingeſenkt, deſſen Hügel ein Denk⸗ ſtein ſchmückt, den Thereſe, Bayerns Königin, dieſem ihrem einſti⸗ gen Lehrer hatte errichten laſſen. Dankbar hob der jetzige Geiſtliche in der Grabrede die Verdienſte des edeln menſchenfreundlichen Ver⸗ ſtorbenen hervor.
In den nun vom Gericht durchſuchten Papieren Ludwig's fanden ſich zunächſt der Briefwechſel mit ſeinem Agenten zu Hildburghauſen, die quittirten Rechnungen und diejenigen Documente, welche den Verſtorbenen faſt zweifellos zum Leonardus Cornelius van der Valck ſtempelten, und den Namen eines Grafen oder Barons Varel oder Verſay als nur angenommen erſcheinen ließen. Es fand ſich auch etwas Geld, nämlich an 300 Stück Doppellouisd'or, eine Rolle ein⸗ fache, gegen 200 holländiſche Ducaten einſchließlich einiger anderer Goldſtücke, 576 Kronenthaler, 577 preußiſche Thaler, und über 150 Gulden ſonſtige Silbermünze, eine Totalſumme von mehr als 10,000 Gulden baar. Aufſchlüſſe über die Verhältniſſe des Verſtorbenen fanden ſich, wie die Acten ausſagen, nicht vor. Im Inventar be⸗ fand ſich ein ſilbernes Petſchaft mit einem Lapislazuli⸗Stein, in wel⸗ chem drei Lilien unter einer Krone eingegraben waren; reiches Silber⸗ zeug, ſechs Uhren, nicht weniger als ſieben Thermometer, drei Baro⸗ meter. Unter der reichhaltigen Rubrik des Kapitels: Insgemein ſtand auch trocken und klanglos: Nummer 112„eine Windharfe“— ver⸗ ſtimmte Saiten!—
Da kein Teſtament und keine Erbnehmer vorhanden waren, ſo erfolgten nun von Seiten der Gerichte Edictalladungen auswärtiger Erbberechtigten, in vielen deutſchen und hauptſächlich rheiniſchen, ſowie holländiſchen Zeitungen, in denen ausgeſprochen war, daß„faſt ohne Zweifel“, wie aus den Papieren hervorgehe, der Verſtorbene Leonardus Cornelius van der Valck geheißen habe, denn Leonardus' Taufzeugniß war vorhanden; auch daß er faſt bis an ſeinen Tod mit ſeinen Ver⸗ wandten in Amſterdam in Briefwechſel geſtanden habe. Auch der Dame wurde in dieſen Vorladungen gedacht und einer Reihe Briefe aus Mans, Angés Barthelmy, geb. Daniels unterzeichnet,„ohne Zweifel“ an den Verſtorbenen gerichtet, und die Annahme zulaſſend, daß die
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