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Stand, Geburtsort und Alter der Verſtorbenen ganz genau anzugeben, um ſo mehr Umgang genommen, als der Graf dieſe Auskunft zu geben ſich entſchieden weigerte und feſt erklärte, ſofort das Land ver⸗ laſſen zu wollen, wenn die Behörde darauf beſtehen würde. Dieſelbe begnügte ſich daher mit den bereits erfolgten Angaben. Nach dieſen Stürmen lagerte ſich wieder die tiefſte Stille über das Schloß zu Eishauſen. Ludwig trauerte einſam hin, las viel und ſprach ſich oft mit ſchmerzlicher Rührung Goethe's Worte vor, die ſo ganz auf ihn, auf ſeine Stimmung, ſelbſt auf die Jahreszeit paßten: Du verſuchſt, o Sonne, vergebens Durch die düſt'ren Wolken zu ſcheinen, Der ganze Gewinn meines Lebens Iſt, ihren Verluſt zu beweinen.
Die Poeſie war auch hier wieder die milde Tröſterin, die ihm, dem Trauernden, mit ihren ſanften Himmelsſchwingen Frieden in die Seele fächelte. Alles was Ludwig in verſchiedenen Schriften beziehungsweiſe auffand, merkte er an und ſchrieb es auch wohl ab.
Faſt das einzige geiſtige Band mit der Außenwelt blieb ein Briefwechſel mit der Wittwe jenes zu Eishauſen verſtorbenen Pre⸗ digers, welche nach Hildburghauſen gezogen war, doch ſo, daß ſie jeden empfangenen Brief zurückgab. Auch dieſe Frau hat den Grafen nie geſprochen. Das Bedürfniß, ſich mitzutheilen, iſt allzumächtig in der Menſchenſeele, als daß auch der allerverſchloſſenſte Charakter ganz auf daſſelbe zu verzichten im Stande wäre.
Aus Ludwig's wehmuthvollſter Zeit ergoß ſich ſeine Klage in den Worten:„Meine Lage wird immer unerträglicher; es iſt keine ge⸗ trennte Ehe; es iſt mehr: es iſt die Zerreißung eines zuſammen⸗ gewachſenen Geſchwiſterpaares, Eines kann nicht ohne das Andere fortleben.—— Ich lege mich öfters des Tages nieder, doch vergeb⸗ lich; die Schmerzen laſſen meinem Körper ſo wenig Ruhe, als die mich umgebenden Gegenſtände meinem Geiſt. Das Haus iſt wie verödet.“
Ja, öde war es außer ihm, in ihm. Selbſt jene Thiere, welche Sophie geliebt hatte, ſtarben ungeachtet ſorglichſter Pflege ſchnell nach einander; des Pachters Hund, den ſie oft aus dem Fenſter herab
gütert hatt, lag et todt unter Als der Fri Gufen wehr dez ſimbit. Hier Wie war doch gehört hatte L großer Stidte, Stürme und wu — und zuletzt dunkelſchattende Grob hinabgeſen Rn, lles Hoff ſin Glüc. Alles hatte legiſch war ſe im ſtllen Web doch bisweilen durchrirßeln. Die Neig durch, di ihr Ame fiierte Geburtztag de ſtendete er ne ihn inmer no tölig in den d der Guf O min nit noch mit uf nich ni hier in Leide Rborrn iſ, uohltſſuller t aus A ſihu gu


