Teil eines Werkes 
1. Theil (1854)
Einzelbild herunterladen

ſhen ord, hts⸗ ben, lle! nnt,

bherr te zu elche

ihn

mir ahlin mein ndes hen

wir

wten t du

gent oder mein g die e, ihr ſchrel t und Kram rn an⸗ er, der d nur er und

15

Wilhelm! rief Ludwig mit flammendem Blick. Daß du mich ſo beſchimpfſt und beleidigſt, mich, der ich mit liebevollem und argloſem Herzen zu dir komme, dich in deiner Heimath zu begrüßen, das iſt ſchlecht von dir, das iſt ehrlos! So benimmt ſich kein deutſcher Edelmann; höchſtens ein flämiſcher Bauer!

Was? Mir das! Mir dem regierenden Erbherrn, dem Officier?! ſchrie Graf Wilhelm außer ſich. Du ehrloſer Bube! du Schandfleck unſers Hauſes, du Baſtard!

Daß dich Gottes Donner treffe für dieſes Wort! ſchrie, jetzt auch zur heftigſten Wuth geſtachelt, der junge Herr und ſeine ſchwar⸗ zen Augen flammten wie glühende Kohlen. Verflucht ſoll die Stunde ſein, in der ich dich wieder meinen Verwandten nenne! Verflucht der morgende Tag, wenn ich in dieſem Hauſe ſeinen Abend erlebe! Du ſollſt nicht gehen, ich gehe ſchon aber dir und all' deinen Häuſern bleibe zum ewigen Fluche ewige Verwirrung und ewiger Hader! So lange du lebſt, ſoll dieſes Schimpfwort auf deiner Seele brennen! Bin ich ein Baſtard, wie du ſagſt, ſo bin ich einer von hoher Abkunft, aus hohem Hauſe, du aber ſollſt noch herab⸗ ſteigen in den Koth zu den Leibeigenen, und ſollſt ſelbſt Baſtarde zeugen in wüſter, wilder Ehe, und ſollſt verachtet von der Verwandt⸗ ſchaft deines ſtolzen Hauſes ſteigende Verarmung gewahren!

Der Teufel redet aus dir, Bube, und ſeine meine Großmutter! das war alles, was Graf Wilhelm noch ſprach, den Boden ſtampfend, daß Alles klirrte und ſchütterte; in blinder Wuth griff er nach einer geladenen Piſtole, die mit anderen abgelegten Reiſe⸗Waffen auf einem Seitentiſch lag; der Hahn knackte und auf dem Fittig der Secunde ſchwebte der Verwandtenmord. Aber in demſelben Augenblicke, und wie der Graf die Waffe zum Schuß erhob, ging ein rollendes Ge⸗ räuſch durch das Zimmer, wich ein lebensgroßes Ahnenbild zur Seite, aus der verborgenen Thüröffnung ſtrahlte heller Kerzenſchein, und mitten in dieſem Glanze ſtand in längſt veralteter Tracht, im aſche⸗ farbenen ſchleppenden Seidenkleide eine hagere Greiſin mit hellblitzen⸗ den blauen Augenſternen, aber verwitterten Zügen; ſie hob den rechten Arm und den Finger drohend gegen den Grafen, die linke Hand nach Ludwig Carl ausſtreckend, und den feingeſchnittenen Lippen des zahnloſen Mundes entrollte mit einer tiefen, faſt männlichen Stimme das