Teil eines Werkes 
1. Theil (1854)
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lingsnacht und dichter Märznebel ſchleiern all' die Wellen und Wogen, die Geeſten und Sielen ein; kaum erreicht die dämmernde Helle der in den Häuſern des Dorfes Jahde brennenden Lichter den Deichdamm, der das Jahder Watt umgrenzt. Ueber das erſtorbene flüſternde Schilf und Riethgras des vorigen Jahres in den mit zahlreichen Waſſergräben durchzogenen Sumpfſtrecken um die Dörfchen Jurgengrave und Moor huſen tanzen luſtige Irrwiſche. Dort liegt das Städtchen Varel mit ſeinem ſtattlichen Herrenſchloß und ſeiner ummauerten Kirche; dunkel ragen durch den Nebel die Werke des Forts Chriſtiansburg, und zwiſchen dieſem und dem Ort ſpreitzen ſich wie ein rieſiges Nacht⸗ geiſterpaar zwei Windmühlen von bedeutender Größe. Aber die ge⸗ waltigen Flügel raſten und ruhen wie eingeſchlafen; Stille ſchwebt über den Waſſern, Stille weht wie mit Geiſterhauchen über das troſt los flache Gefilde. Nur ein ferner Ruderſchlag plätſchert noch, dem Ufer näher kommend, durch das tiefe Schweigen.

An dieſem Lenzabende des Jahres 1794, an welchem das ver⸗ jüngte Leben der Natur noch nicht zum freudigen Erwachen gelangt war, ſchritt ein noch ſehr junger, gutgekleideter Mann in Jägertracht und mit Jagdgeſchoß wohlverſehen, begleitet von einem Diener und einem braunen Hühnerhunde, durch den Vareler Buſch dem Städtchen zu. Der Jüngling mochte das neunzehnte Lebensjahr noch nicht zurückge⸗ legt haben; der Diener war nur einige Jahre älter und ein Sohn des Ortes, eine kräftige frieſiſche Geſtalt, mehr ſtämmig als ſchlank, von munterem Blick und einem Ausdruck von biederherziger Treue. Er trug die Jagdbeute, mehrere Schnepfenarten, Rallen und Bekka⸗ ſinen. Sein ihm ſchweigſam voranſchreitender Gebieter war eine zarte, ſchlanke Geſtalt, die noch größeren Wuchs verhieß. Die Gedanken des Jünglings ſchweiften zur Ferne, aber nach einer unbeſtimmten. Ein Lenzgefühl zog durch die junge Bruſt voll Hoffnungsfreudigkeit und Thatendrang; wie ſich's geheimnißvoll regte im mütterlichen Schooße der Erde, wie das junge Grün mächtig und unaufhaltſam zum Lichte der verjüngten Sonne drängte wie jene Vögel, von deren Jagd der junge Weidmann heimkehrte, ſchon wieder nordwärts ſtrichen, dem allmächtigen Wandertriebe folgend, ebenſo jene Kranichzüge, die er am Tage erblickt, und jene Güüsvögel und Himmelsziegen, deren gräuliche Stimmen den nächtlichen Wanderer ſchrecken und die alle

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