tung verleihen wird. Sechs Jahrzehnte zurück! Eine
1. Der Sohn des Yauſes
Gegeimnißvoll murmeln die Wellen und ſchlagen nur leiſe an die Ufer des friedlichen Buſens, in welchen das Flüßchen Jahde, vorüber rinnend an den einzelnen Häuſern des frieſiſchen Dorfes gleichen Namens und der Jahdekirche, ſich geräuſchlos einſenkt, um dann als breite Stromfläche aus dem zur Fluthzeit faſt gerundet erſcheinenden Becken mit dem Weſerausſtrome ſich zu vereinen und in die Nordſee ſich zu ergießen. Nur wenige größere Fahrzeuge liegen an der Rhede von Färhuk vor Anker, mit Kaufmannsgütern befrachtet, oder auf Einſchiffung ſolcher harrend; es ſind Schmakſchiffe, die mit vierzig bis fünfzig Laſten die Erzeugniſſe des Landes Oldenburg dem Verkehr der nachbarlichen Seehäſen zuführen, und außer ihnen ungleich mehr
Barken und Kähne für die Vermittelung des nächſtnahen Handelsbe⸗
triebes der ausgedehnten Marſchlande. Tief in das Land eingebettet, mehr einem großen Binnenſee ähnlich, als einem eigentlichen Meer⸗ buſen, vor Stürmen geſchützt, wie vor heftiger Brandung ſelbſt bei höchſter Fluth, ruht dieſes Gewäſſer, und dabei befahrbar von den größten Schiffen, von Klippen frei wie von Treibeis, an jeder Stelle trefflichen Ankergrund darbietend.
Es iſt derſelbe Jahdebuſen, auf welchen in der Gegenwart ſich hoff⸗ nung⸗ und freudevoll die Blicke zahlreicher deutſcher Vaterlandsfreunde richten; auf dem die ſchwarz⸗weiße Flagge Preußens von ſtolzen Kriegs⸗ ſchiffen, die hier ihren Hafen fanden, wehen, und dieſem Winkel zwi⸗ ſchen Land und Meer dereinſt vielleicht eine hohe geſchichtliche Bedeu⸗ dunkle Früh⸗


