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Der Negerkönig Zamba : eine Sklavengeschichte. Seitenstück zu "Onkel Tom's Hütte" / [Barth]
Entstehung
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8. Eine Lebensrettung.

macht auch viel mehr Eindruck als eine Züchtigung mit der Peitſche. Die Sklaven in der Stadt, namentlich die Haus⸗ ſklaven, ſind gewöhnlich wohl genährt und gut gekleidet. Einem Europäer würde es freilich ſehr ſonderbar vorkommen, wenn er einen ſolchen ſchwarzen Bedienten hinten auf ſeines Herrn Kutſche ſtehen ſähe, gekleidet in eine hübſche glän⸗ zende Livree, aber ohne Schuhe und Strümpfe.

Ich für meine Perſon hatte über nichts zu klagen: ich bekam gute Nahrung, bequeme Wohnung und Kleider genug. Mein Herr und alle, mit denen ich zunächſt zu verkehren hatte, behandelten mich ſehr freundlich Das einzige, was mir Kummer und Sorge machte, war der Gedanke an meine arme Gattin und meine Familie in Afrika. Nachdem ich zwei Jahre in Charleston geweſen war, fragte ich einmal Herrn Tomſon, ob er nicht denke, Herr Naylor würde mir erlauben, in einem Sklavenſchiff nach Afrika zu fahren und dann mit meinem Weibe nach Charleston zurückzukehren. Ich hatte von den Segnungen der Civiliſation und von den erhabenen Hoffnungen des Chriſtentums ſo viel empfunden, daß ich nicht wünſchte, für immer nach Afrika zurückzukehren. Ich war ein regelmäßiger und aufmerkſamer Zuhörer in der chriſtlichen Kirche geworden, und auch ohne Ausſicht auf eine künftige Freilaſſung würde ich unter keinen Umſtänden den Nutzen, den mir die Predigt des Evangeliums gewährte, gegen irgend etwas in der Welt vertauſcht haben.

Herr Tomſon brachte meine Bitte vor Herrn Naylor, und dieſer ſagte mir nach ein paar Tagen, einige ſeiner Freunde in Baltimore ſeien gerade im Begriff, ein Schiff für den afrikaniſchen Handel zu bauen, das etwa in einem halben Jahre zur See gehen könne; er wolle die nötigen Anordnungen treffen, daß ich ſicher nach Afrika hin, und ebenſo mit meiner Gattin wieder zurückkommen könne. Dieſe