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Der Negerkönig Zamba : eine Sklavengeschichte. Seitenstück zu "Onkel Tom's Hütte" / [Barth]
Entstehung
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120 7. Sklavenleben.

Empfindungen, und ich bitte, Sie möchten mir das Glück nicht verſagen, Sie einmal bewirten zu dürfen.

O ja, Kapitän Pompejus, in allweg, ſagten gleich zwei oder drei von den Herren,wir werden mit viel Ver⸗ gnügen auf das Wohlergehen der Suſannah, ihres Kapitäns und ihrer Mannſchaft trinken.

Der Leſer wird bemerkt haben, daß von der ganzen Mannſchaft der Suſannah ein jeder ein beſonderes Amt be⸗ kleidete. Der eine war Kapitän, der andere Steuermann, der dritte Proviantmeiſter und der vierte Koch. Als ſie hinuntergingen, hörte ich, weil die Springlucke der Kajüte offen ſtand, wie Pompejus dem Cäſar befahl, Gläſer und Flaſchen aufzuſetzen. Er holte einige Flaſchen Madeirawein und hatte auch ein paar Kannen Branntwein auf dem Tiſch ſtehen. Eigenhändig trug er den Liqueur auf einem Prä⸗ ſentierteller umher, und bediente ſeine Gäſte mit großem Reſpekt.

Setzt Euch ein wenig, Kapitän Pompejus! ſagte ſein neuer Herr,ſetzt Euch und nehmet ſelber auch ein Glas.

Nein, Herr Lawſon, erwiderte er,ich danke Ihnen recht ſehr, aber ich kenne meine Stellung: ich werde mich nicht niederſetzen in der Gegenwart weißer Herren, und na⸗ mentlich, wenn einer von ihnen mein Eigentumsherr iſt; aber ich will mit großem Vergnügen auf das Wohl aller Anweſenden trinken.

Nach kurzer Zeit verabſchiedeten ſich ſeine Gäſte und er kam aufs Verdeck und erſuchte mich in die Kajüte zu kommen, wo er ſehr fein und anſtändig den Wirt machte. Er ſaß

oben am Tiſch, ich zu ſeiner Linken und wir unterhielten uns mit Eſſen, Trinken und vielleicht zu voreiligem Kriti⸗

ſieren unſerer weißen Herren. Pompejus vergaß auch ſeine Mannſchaft nicht und bewirtete ſie recht artig, jedoch mußten