7. Sklavenleben. 119
„Nicht ſo ſchnell! Herr Naylor, wenn's Ihnen gefällig iſt,“ ſagte Pompejus, indem er ihn abermals unterbrach; „ob Sie mich wegwerfen oder nicht, ſoviel wiſſen Sie, mein Herr, daß ich die Suſannah nicht wegwerfen werde, noch mich ſelber, wenn ich es anders machen kann.“
„Gut gegeben, Kapitän Pompejus,“ ſagte einer der Bie⸗ tenden,„50 Dollar mehr für das, mein Junge!“
Herrn Lawſon, der das Schiff gekauft hatte, ſchien es jetzt ganz unbehaglich zu werden; endlich rief er:„1500 Dollar, Herr Naylor! und das iſt mein letztes Bot.“
„1500— 1500— ſagt niemand weiter? Alſo 1500 Dollar zum erſten-, zum zweiten⸗, zum drittenmal! Es iſt ein hoher Preis, Herr Lawſon, aber Sie haben immer noch Gewinn dabei, wenn Sie des Kapitän Pompejus Cha⸗ rakter und Geſchicklichkeit in Anſchlag bringen.“
Herr Naylor fuhr nun fort:„Jakob, ein Neger, 30 Jahre alt, geſund, nüchtern und treu, verſieht die Steuermanns⸗
ſtelle; Cäſar, 25 Jahre alt, von ähnlichem Charakter, iſt
Proviantmeiſter; Jupiter, ein Negerknabe, 16 Jahre alt, ein vielverſprechender Junge, beſorgt die Küche: dieſe drei gehen in einem Los. Bedingung für ſämtliche Neger: bare Bezahlung.“
Um den Leſer nicht mit dem Auktionsgerede zu ermüden, will ich nur kurz ſagen, daß dieſe drei dem Herrn, der die beiden andern Looſe gekauft hatte, um 2000 Dollar zu⸗ geſchlagen wurden.
Der Verkauf war nun zu Ende; Kapitän Pompejus beugte ſich tief vor Herrn und Herrn Naylor, un ſagte:„Meine Herren, ich hoffe, Sie werden mir die Ehre erweiſen, mit ſo vielen von den übrigen Herren, als Luſt dazu haben, in meine Kajüte hinabzuſteigen und ein Glas Wein anzunehmen. Es wird ſehr angenehm ſein für meine
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