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Der Negerkönig Zamba : eine Sklavengeschichte. Seitenstück zu "Onkel Tom's Hütte" / [Barth]
Entstehung
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2. König Zembola und Kapitän Winton. 21

ihn losfuhr, ſchlug er ihn mit ſeiner Pfote zu Boden, ſo leicht wie ein Mann eine Eierſchale mit ſeinem Fuße zertritt.

Mein Vater mit ſeinem Waffenträger kam ihm bald auf 20 bis 30 Schritte nahe; er richtete ſeine Flinte mit der größten Kaltblütigkeit, befahl mir mit leiſer Stimme, ein wenig zurück zu treten, und gab dann Feuer. Der Löwe ließ ein ſcharfes Brüllen hören und ſchüttelte ſich, hielt aber immer noch Stand. Mein Vater feuerte wieder, und nun kam das Tier einige Schritte näher. Sein Anblick war furchtbar großartig: ſeine Mähne, lang genug, um zu Boden zu reichen, ſtand faſt aufrecht wie eine ungeheure Halskrauſe um ſeinen Kopf her, und ſeine blitzenden Augen waren fortwährend auf ſeinen Feind gerichtet. Mein Vater ſtreckte ruhig die Hand nach ſeinem Waffenträger aus und ergriff ſeinen Speer, und dann näherte er ſich der Beſtie bis auf zehn Schritte, indem er ſeine Waffe in Bereitſchaft hielt. Mann und Löwe ſtanden zum Malen prächtig da. Nach einer augenblicklichen Pauſe ließ ſich mein Vater auf ein Knie nieder, ſtemmte den Schaft ſeines Speers feſt gegen den Boden, während die Spitze desſelben auf den Löwen gerichtet war, und ſtieß dann ein lautes, ganz beſonderes Geſchrei aus. Das Tier antwortete mit einem fürchterlichen Gebrüll und machte einen Sprung. Mein Vater hielt immer noch den Speer in die Höhe, ſprang dann aber plötz⸗ lich mit großer Behendigkeit auf die Seite, und das Ungeheuer war völlig durchbohrt. Es wälzte ſich in allen Richtungen auf dem Boden umher, bis einige der Jäger herbeikamen und ihm den Garaus machten. Wäre mein Vater nicht in dem Augenblick auf die Seite geſprungen, ſo würde er wahrſcheinlich von dem Tier in ſeinem Todes⸗ ringen tödliche Wunden empfangen haben: aber er war in ſolchen Kämpfen erfahren. Als wir nach Haus kamen,

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