20 2. König Zembola und Kapitän Winton.
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o wann wird das arme, umnachtete, und doch ſo ſchöne 3 5 Afrika vollſtändig unter den milden und ſegensreichen Einfluß chriſtlicher Bildung kommen! ſ 1 Bald wurde meine Aufmerkſamkeit von der bezaubernden „ Landſchaft umher abgezogen durch das unaufhörliche Horn⸗
blaſen und Hundebellen, vermiſcht mit dem beginnenden.
Geheul der wilden Tiere. Dutzende von Hyänen und andern kleineren wilden Tieren flohen vor uns dahin, und gelegent⸗ lich wurde eines erſchoſſen; ich kann nicht ſagen, wie viele man an dieſem Tage erlegte. Wir begegneten keiner von den gefürchteten großen Beſtien, bis gegen Mittag, wo ein gewaltiger Löwe aufgetrieben wurde. Augenblicklich war unſer ganzer Trupp auf dem Anſtand, und etliche, die ſich im Anfang ſehr vorgedrängt hatten, ließen jetzt einige Ab⸗ neigung blicken, in der vorderſten Reihe zu ſein. Mein Vater jedoch war, wie es ſchien, ganz in ſeinem Element und ſagte mir, ich ſolle mich nur dicht an ihn halten, doch ein wenig hinter ihm. Als ich den Löwen zu Geſicht be⸗ kam, den erſten, den ich je geſehen, war mir's in der That ganz ſonderbar zu Mute: das war doch ein ganz anderes Geſchöpf als der Pavian. Die Beſtie zog ſich ganz langſam 1 zurück, ſtand oft ſtill, blickte umher, ſchlug die Seiten mit 1 dem Schwanz und ſtieß ein kurzes, leiſes Geheul aus, was aber mir in meiner kindiſchen Einbildungskraft ſo ſtark vor⸗ kam, als ob die Erde davon zitterte. Man hatte wiederholt auf den Löwen gefeuert, bis jetzt aber offenbar ohne be⸗ deutende Wirkung, und endlich wurde er in einer kleinen Schlucht, die keinen Ausgang hatte, zum Stehen gebracht. Als der Löwe ſeine Lage gewahr wurde, drehte er ſich ganz herum, und fixierte ſeine Verfolger mit feurigen Augen, in⸗ dem er ſich fortwährend mit dem Schwanz die Seiten ſchlug. Dann und wann, wenn ein gar zu verwegener Hund auf
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