1. Zamba's Kindheit.
grinſte und aufs ſchrecklichſte bedrohte. Die arme Lemba
verfiel in ein Zittern, erholte ſich aber augenblicklich, ergriff meine Hand und ſagte:„Zamba, Zamba, komm! laß uns ſo ruhig als möglich nach Hauſe gehen! Halte deinen Bogen in Bereitſchaft; aber laß dir nicht einfallen, ſchnell zu laufen. Ich will dem Pavian mit Schlauheit begegnen, fonſt geht es uns ſchlimm.“ 3 Sogleich nahm ſie ein Stückchen von dem, was wir aßen; legte es auf einen Stein, und dann traten wir vor⸗ ſichtig unſern Rückweg an. Als wir zurück blickten, ſahen wir den häßlichen Affen mit einem Satz auf den Platz herabſpringen, den wir verlaſſen hatten. Wir gingen ſo ſchnell, als es die Klugheit erlaubte, vorwärts, der Heimat zu und legten von Zeit zu Zeit etwas von unſerer Speiſe am Wege nieder, was unſern Feind aufhielt; aber gerade, als wir an dem Rand des Abſturzes anlangten, hatten wir nur noch das letzte Stückchen übrig. Der Pavian ſchien entſchloſſen, uns nicht aus dem Geſicht zu verlieren, und erhob ein wütendes Geklapper, als wir den Abhang um ein gutes ſchneller denn beim Hinaufklettern herabgleiteten. Wir erreichten glücklich den ebenen Boden. Als wir aber empor blickten, ſahen wir, daß unſer Feind ſich auch zum Herab⸗ ſteigen anſchickte. Obwohl dadurch ſehr erſchreckt, legte ich doch mit ziemlicher Feſtigkeit meinen Pfeil auf, und ließ ihn fliegen; aber ein kleiner Zweig von einem Baum kam dazwiſchen, in dem der Pfeil ſtecken blieb. Das Tier ſchien zu verſtehen, daß der Pfeil in keiner freundlichen Abſicht ihm zugeflogen war, und bemühte ſich, ihn aus dem Aſt heraus zu reißen. Während er ſich zu dieſem Ende nach vorne beugte, ſchickte ich ihm einen andern Pfeil zu, der unſern Feind ganz durchbohrte, ſo daß er mit fürchterlichem Geſchrei auf den Boden herab purzelte. Lemba und ich


